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Ist z.B. durch eine tiefe Karies der Zahnnerv so schwer geschädigt, dass der Zahn unaufhörlich schmerzt, so bleibt als letzter Ausweg vor der Entfernung eines Zahnes die Wurzelbehandlung. Solche Zähne können dann häufig noch viele Jahre ihren Kaudienst erfüllen.

Unter Heilpraktikern und ganzheitlich denkenden Ärzten sind Wurzelbehandlungen teilweise verpönt. Oft wird gefordert, alle toten Zähne bedingungslos zu entfernen. Ich teile diese Meinung - trotz ganzheitlicher Denkweise und Behandlung - so nicht. Bei den Zähnen gibt es über die Meridiane - ein Begriff aus der chinesischen Medizin - Zuordnungen zu bestimmten Organen. So ist ein erkrankter Zahn nicht Schuld, wenn das zugehörige Organ Probleme bereitet oder erkrankt ist, sondern ein Energiedefizit auf dem entsprechenden Meridian ist Auslöser der Erkrankung am Zahn oder am Organ oder an Beiden. Lässt sich dieses Energiedefizit ausgleichen, wird der Zahn keine weitere Belastung darstellen und ich sehe keinen Grund einen solchen Zahn zu entfernen.
Andererseits wird es sicherlich auch die Situation geben, in der ein beherdeter Zahn eine Belastung für den Organismus darstellt und gezogen werden muss.

Das folgende Bildbeispiel zeigt, wie innerhalb eines halben Jahres eine unter der Wurzel befindliche Entzündung nach einer guten Wurzelfüllung wieder ausgeheilt ist.
 

Das linke Bild zeigt die Karies und das Wurzelkanalinstrument im Zahn zur Längenbestimmung. Rechts die fertige Wurzelfüllung mit provisorischer Füllung etwa ein halbes Jahr später.

In der Ausgangsaufnahme ist deutlich ein dunkler Hof um die linke Wurzel zu erkennen - eine Entzündung im Knochen. Rechts ist diese Entzündung fast ausgeheilt.